| Mexiko
Lage & Klima
Mexiko
bildet die Brücke zwischen den USA und Lateinamerika. Im Norden eine
der reichsten Nationen der Erde, im Süden mit Guatemala und Belize
zwei der ärmsten Länder. Von der Halbinsel Yucatan an der atlantischen
Ostküste bis zur kalifornischen Halbinsel an der pazifischen Westküste
umfasst das Land drei Zeitzonen. Sie liegen sieben bis neun Stunden hinter
der Mitteleuropäischen Zeitzone zurück.
Die Lage zwischen den zwei Ozeanen prägt auch das Klima des Landes,
ein zusätzlicher Faktor sind die unterschiedlichen Höhenlagen:
Generell herrscht feuchtes subtropisches Klima, an der Küste kann
es bis 30 Grad heiß werden. Mexiko City in 2.200 Metern Höhe
dagegen kommt kaum an 20 Grad heran, vor allem nachts kann es im Hochland
recht kühl werden. In der Regenzeit von Juni bis Oktober ist an der
Küste und im Hochland mit kurzen und kräftigen Schauern zu rechnen.
Nur im wüstenhaften Norden bleibt es fast immer trocken. Sommer und
Herbst bergen noch das unangenehme Risiko eines Hurrikans. Die Wintermonate
von November bis April sind ungefährlicher und trotzdem angenehm
warm, zumindest in den tieferen Lagen herrschen dann immer noch mehr als
20 Grad, im Hochland fünf bis zehn Grad weniger.
Einreisebestimmungen
Für Reisende aus Deutschland ist kein Visum erforderlich. Der Reisepass
muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Zusätzlich wird
eine 90 Tage gültige Touristenkarte benötigt, die während
des Hinflugs, an Grenzstädten oder in mexikanischen Konsulaten kostenlos
ausgestellt wird. Die Karte wird bei der Einreise abgestempelt und ist
bei der Ausreise wieder vorzulegen.
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Gesundheit & Impfungen
Pflichtimpfungen sind bei Direkteinreise nicht erforderlich. Wer aus Gelbfieber-Infektionsgebieten
kommt, muss eine entsprechende Impfung nachweisen. Zu empfehlen sind Impfungen
gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, außerdem eine Malaria-Prophylaxe.
Bei längeren Aufenthalten, vor allem in ländlichen Gebieten,
sind Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen. Hier auch
auf sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene achten. Keine
Salate oder ungeschältes Obst essen, keine offenen Erfrischungsgetränke
oder Milch von Straßenhändlern und kein Leitungswasser trinken.
Zahlungsmittel
Landeswährung ist der mexikanische Peso. Für einen Euro gibt
es rund 15 Peso. Die gängigen Kreditkarten (Mastercard, Visa, American
Express) werden in Hotels, Restaurants und den meisten Geschäften
akzeptiert, für Mietwagenverträge sind sie unerlässlich.
Neben dem Peso hat sich der Dollar als Zweitwährung etabliert, auch
Reiseschecks in Dollar werden akzeptiert.
Reisen im Land
Busse sind ein gutes und günstiges Transportmittel. In den Bussen
der ersten Klasse lassen sich Sitzplatzkarten reservieren, und sie sind
auch etwas schneller. Auch
mit der Eisenbahn lassen sich viele Städte anfahren, doch die Züge
sind teilweise sehr alt und der Fahrplan nicht immer zuverlässig.
Eine Metro verkehrt in Mexiko City, Guadalajara und Monterrey. Taxis sind
günstig, so lange man vorher einen guten Preis aushandelt. Aus Sicherheitsgründen
sollten nur Hotel- und Funktaxis benutzt werden. Für größere
Entfernungen kann sich auch ein Inlandflug lohnen.
Mietwagen sind verfügbar für Personen ab 25 Jahren gegen Vorlage
von Führerschein, Reisepass und Kreditkarte. Der Zustand der Straßen
ist gut. Erlaubte Geschwindigkeit innerorts 40 km/h, außerorts 80
km/h beziehungsweise 100 oder 110 Km/h auf Autobahnen. Bei Überlandfahrten
sollte der Tank gut gefüllt sein, nicht immer liegt eine Tankstelle
in der Nähe.
Diplomatische Vertretung
Mexikanische Botschaft in Deutschland
Klingelhöferstraße 3
10758 Berlin
Telefon: 030-2693230
Fax: 030-269323700
E-Mail: rfaemb@edina.xnc.com
Website: http://www.embamex.de/
Essen & Trinken
In der mexikanischen Küche treffen sich die Traditionen der indianischen
Ureinwohner mit denen der spanischen Eroberer. Das Ergebnis dieser Mischung
ist ein breites Angebot aus raffinierten Gerichten. Touristen werden viele
davon nur kennen lernen, wenn sie eine private Einladung genießen.
Die "echten" Spezialitäten werden oft nur in der Familie
zu Festtagen gekocht.
Die Regionen nutzen, was das Land hergibt: Im Norden mit seinen ausgedehnten
Weideflächen wird eher Rindfleisch gegessen, in Yucatán sind
karibische Einflüsse spürbar, hier kommen Fisch und Meeresfrüchte
in Töpfe und Pfannen. Deftige Hausmannskost aus Bergarbeiter-Regionen
ist der Pozole-Eintopf aus Mais und Hühnerfleisch. Weitere Spezialitäten
sind Barbacoa (Hammelfleisch, in der Erde gebacken) und Canita (kleine
in Schmalz gebratene Fleischstücke).
Basis für viele Gerichte - und in den ärmeren Gebieten Hauptmahlzeit:
Das Bohnenmus Frijoles und die unentbehrlichen Tortillas. Letztere werden
frittiert, gebraten oder gebacken, gefüllt oder belegt, und jede
Variante bekommt ihren eigenen Namen.
An Früchten ist die Auswahl kaum zu überschauen: Melonen, Papaya,
Ananas, Zitrusfrüchte, Banane, Mango, Guayaba und die rotfleischige
Mamey sind nur einige der Köstlichkeiten.
Das "Nationalgetränk" ist der legendäre Tequila.
Den Agavenschnaps trinkt man mit einer Prise Salz und einem Stückchen
Limone. Der braune Tequila Gold hat eine höhere Qualität, aber
hierüber entscheidet auch der persönliche Geschmack. Und wer
in deutschen Szene-Kneipen verkehrt, kennt auch die mexikanische Biersorte
Corona.
Land & Leute
Mexiko ist ein exotisches Land voller Naturschönheiten und historischer
Sehenswürdigkeiten. Bevor
die Spanier das Land eroberten, schufen hier Hochkulturen der Olmeken,
Maya und Azteken ihre Pyramiden und andere prächtige Bauten, die
auch heute noch einen Großteil der Attraktionen des Landes ausmachen.
Entsprechend gut ist die touristische Infrastruktur ausgebaut und auf
diese Ziele ausgerichtet. Daneben bietet das Land aber auch Traumstrände,
am Atlantik wie am Pazifik. Und wer Kultur und Sonnenbaden kombinieren
möchte, kann dies am Strand von Tulùm: Dort liegt ein Mayatempel
direkt an der Küste.
Naturliebhaber können sich am Regenwald und seinen 30.000 blühenden
Pflanzenarten erfreuen, davon etwa 1.000 Orchideen. In 58 staatlichen
Parks und Naturschutzgebieten ist die artenreiche Flora zu bestaunen.
Die Amtssprache in Mexiko ist Spanisch. In der Umgangssprache tauchen
vor allem bei Früchten und Speisen indianische Ausdrücke auf.
Englisch wird in den größeren Städten sowie in Hotels
und Restaurants gesprochen. Die Preise in Hotels und Restaurants sind
normalerweise ohne Bedienung angegeben, teilweise tragen die Bedienungen
aber von sich aus einen überhöhten Trinkgeld-Betrag in die Rechnung
ein. Angemessen sind 10 bis 15 Prozent, für Dienste wie Koffertragen
sind bereits einige Peso genug.
Das Baden "oben ohne" und FKK sind verboten, in Kirchen ist
angemessene Kleidung zu tragen, das heißt keine Shorts oder Miniröcke.
Vor dem Fotografieren von Personen sollte man stets um Erlaubnis bitten.
In Museen und archäologischen Stätten ist das Fotografieren
mit Blitz und Stativ verboten, ebenso das Filmen. Gegen Gebühr gibt
es aber oft eine Erlaubnis.
Ausflüge
Sian Ka'an ist eines der sehenswerten Biosphären-Reservate des Landes:
Tropische Regenwälder und Feuchtgebiete wechseln sich ab mit Lagunen
und Korallenriffen. Unzählige Tierarten finden hier ihren Lebensraum.
Außerdem liegen hier über 30 Maya-Ruinen.
Wer sich auf der Halbinsel Yucatán aufhält, hat viele lohnenswerte
Ausflugsziele in unmittelbarer Nähe: Unter anderem Korallenriffe
zum Tauchen inmitten exotischer Fischschwärme. Besonders bekannt
sind die Riffe der Isla de Cozumel. Im "Land der Maya" finden
sich auch viele beeindruckende Ruinen, darunter Chichén Itzá,
Tulum und Cobá.
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