| Bulgarien
Lage & Klima
Im
Norden Donau und Rumänien, im Osten das Schwarze Meer, im Süden
Türkei und Griechenland, im Westen Jugoslawien und Mazedonien. Rund
zwei Flugstunden von Frankfurt entfernt, liegt der Balkanstaat Bulgarien
an der Schnittstelle von Orient und Okzident. Hauptstadt ist Sofia. Dichte
Wälder und zahlreiche Flüsse bestimmen die Topographie. Höchste
Erhebung ist der Musala mit 2.925 Metern im Rila-Gebirge südlich
von Sofia.
Im Westen des Landes herrscht mitteleuropäisches Klima, im Süden
und an der Schwarzmeerküste gibt es nahezu mediterrane Bedingungen.
Herbst und Winter sind hier sehr mild. In den Bergregionen liegt von November
bis April Schnee. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt
10,5 Grad. Durchschnittstemperatur in den Sommermonaten: 24 Grad.
Einreisebestimmungen
Zur Einreise ist ein gültiger Reisepass erforderlich. Reisepässe
und Kinderausweise müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate
gültig sein. Erst bei einem Aufenthalt von mehr als sechs Monaten
wird ein Visum benötigt. Bei der Einreise mit dem Auto wird eine
pauschale Gebühr für die Benutzung der Brücken und Tunnel
fällig. Zwei Dollar für Pkw, zehn Dollar für Kleinbusse
mit mehr als acht Sitzen.
Zahlungsmittel
Landeswährung ist der Lew. Ein Euro entspricht etwa 1,94 Lewa. Beim
Umtausch von Bargeld die Quittungen aufbewahren - sie müssen bei
der Ausreise vorgelegt werden. Die gängigen Kreditkarten werden größtenteils
akzeptiert.
Reisen im Land
Das Tempolimit auf Bulgariens Straßen liegt in Ortschaften bei 50
km/h, außerorts bei 90 km/h, auf Autobahnen bei 120 km/h. Wie hier
zu Lande liegt im Balkanland die Promillegrenze bei 0,5. Mautgebühren
gibt es auf Autobahnen und manchen mehrspurigen Straßen. Das Benzin
ist preiswert, volle Reservekanister dürfen weder ein- noch ausgeführt
werden.
Autoreisende sollten ein besonderes Auge auf ihren Wagen haben. Diebstähle
sind an der Tagesordnung, mitunter sind die Täter bewaffnet. Fahrten
bei Dunkelheit und durch verlassene Gegenden sollten nach Möglichkeit
vermieden werden. Erhöhte Aufmerksamkeit empfiehlt sich auch gegenüber
der Polizei, die Ausländer mitunter schikaniert.
Diplomatische Vertretung
Botschaft der Republik Bulgarien
Mauerstraße 11
10117 Berlin
Tel. 030-2010922
Fax 030-2086838
Essen & Trinken
Die bulgarische Küche ist pikant und herzhaft, bodenständig
und vielseitig. Besondere
Leckerbissen: Kalte Joghurtsuppe mit Gurken, gefüllte Paprikaschoten
und Auberginen und Kebapcheta, markant gewürzte Fleischröllchen.
Ein Klassiker: Der Shopska Salat mit Tomaten, Pfefferschoten und Schafskäse.
Dazu frisches Brot, diverse Käse und Loukanka, eine luftgetrocknete
Wurst. Ebenfalls beliebt: Bansko Kapama, ein Eintopf mit Fleisch und Gemüse,
und Dobroudjanska Banitsa, eine Suppe aus Donaufischen und Miesmuscheln.
Die Zeiten klebrig-süßer Traubensäfte sind mittlerweile
Geschichte, heut zu Tage produzieren bulgarische Winzer ausgezeichnete
Weine. Im Norden des Landes werden vorwiegend Weiße gekeltert, im
Süden dominiert der Rote. Das staatliche Weingut Ewksinograd am Schwarzen
Meer ist nicht nur für herausragende Weine, sondern auch für
seinen Brandy und Cognac bekannt.
Gesundheit & Impfungen
Impfungen sind keine vorgeschrieben, Hepatitis A-Schutz ist aber ratsam.
Leitungswasser ist im allgemeinen gechlort und relativ sauber. Dennoch
kann der Genuss zu Magenverstimmungen führen. Milch und Milchprodukte
sind prinzipiell ebenso unbedenklich wie einheimisches Fleisch, Geflügel,
Meeresfrüchte, Obst und Gemüse.
In den Sommermonaten sind in einigen Waldgebieten Zecken auf dem Sprung.
Den generellen Anforderungen genügt die kleine Reiseapotheke. Die
medizinische Versorgung entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Das Auswärtige Amt rät deshalb zum Auslands-Krankenversicherungsschutz
mit Rückholversicherung.
Land & Leute
Populärste
Region ist die Schwarzmeerküste. Hier gibt es mediterrane Urlaubsatmosphäre
an einem der saubersten Gewässer der Welt. Feinsandige Strände
fallen flach ins Wasser ab, selbst mehr als 100 Meter vom Ufer entfernt
kann man noch bequem stehen. Zudem gibt es keine Gezeiten. Kurzum: Ideale
Bedingungen für Familienferien. Amtssprache ist Bulgarisch. In den
Touristenzentren wird aber auch Deutsch gesprochen.
Fettnäpfchen kann man umgehen, wenn Einheimische nicht ungefragt
fotografiert werden. Verboten ist das Knipsen von militärischen Anlagen
und Flughäfen. Auch an der Grenze sollte der Fotoapparat nicht gezückt
werden, ebenso wenig in Kirchen, Moscheen und Museen. Beim Trinkgeld dürfen
es je nach Qualität des Service fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags
sein.
Ausflüge
Schwarzes Meer: Auf den Terrassen heller Kalksteinfelsen liegt Baltschik,
die "weiße Stadt", eines der malerischsten Seebäder
Bulgariens. Durch romantische Gassen führt der Weg hinunter zum kleinen
Stadthafen. Unbedingt besuchen: Den ehemaligen Sommersitz von Maria, Königin
von Rumänien, im heutigen Botanischen Garten. Sehenswert: Das Sommertheater
und die Kirche Sweti Nikolaj, in der regelmäßig bemerkenswerte
Kunstausstellungen stattfinden.
Sofia: Die bulgarische Hauptstadt blickt auf eine mehr als 3.000-jährige
Geschichte zurück. Neben vielen historischen Zeugnissen bietet die
Metropole bemerkenswerte Architektur aus der Blütezeit des Landes
in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts. Schon in der Antike war Sofia
bekannt für seine Mineralwasserquellen. Öffentliche sprudelt
das gesunde Nass im Zentrum und in den Stadtvierteln Gorna Bania, Bankia,
Ovcha, Kniazevo und Ivaniane. |